Rund 1.000 Stationen sollen bis Jahresende renoviert sein

Mit einem Sofortprogramm wurden zahlreiche Stationen renoviert | Foto: DB AG / Axel Hartmann

BERLIN | Die Deutsche Bahn kommt beim vom Bund finanzierten Renovierungs­programm für Bahnhöfe und Haltepunkte in Deutschland voran.

Rund 650 Stationen seien inzwischen mit neuen Sitzbänken, zusätzlichen Wetterschutz­häuschen oder frischer Farbe ausgestattet worden, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Insgesamt 1000 Bahnhöfe will die Bahn bis Ende des Jahres auf diese Weise attraktiver machen. „Unsere Fahrgäste sind deutlich zufriedener mit den Stationen als noch vor der Renovierung“, hieß es von Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.

Von den Arbeiten profitieren laut Bahn bundesweit rund 800 Handwerksunternehmen. Das sogenannte Sofortprogramm für attraktive Bahnhöfe hatte der Bund im Rahmen des Konjunkturpakets in der Corona-Krise ausgerufen und für dieses Jahr rund 120 Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt.

„Es sind oft nur kleine Maßnahmen, die in Summe aber eine große Wirkung entfalten. Denn sie erleichtern den Zugang zum Zug, verbessern die Informationslage und machen die Stationen insgesamt attraktiver“, teilte der scheidende Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit.

Der Bund finanziert darüber hinaus noch weitere Bahnhofsprogramme. So sollen in den nächsten Jahren weitere 111 kleinere sowie 50 mittelgroße Stationen barrierefrei umgestaltet werden. Für beide Vorhaben hat die Bundesregierung rund 470 Millionen Euro in Aussicht gestellt. In einem weiteren Programm geht es um die Modernisierung von kleineren und mittelgroßen Empfangsgebäuden. Bis 2026 sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.


Quelle: EVN / dpa