Marode Salzbachtalbrücke im Rhein-Main-Gebiet gesprengt

Am Samstag wurde die marode Salzbachtalbrücke in Wiesbaden gesprengt | Foto: Autobahn GmbH

WIESBADEN | Knapp fünf Monate nach ihrer plötzlichen Sperrung ist die Wiesbadener Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 in Schutt und Asche gelegt worden.

Am Samstagmittag fiel mit einem lauten Knall zunächst der Südteil des Bauwerks und wenige Sekunden später ging auch der Nordteil nieder. Die viel befahrene Brücke war Mitte Juni aus Sicherheitsgründen gesperrt worden, nachdem Betonteile von ihr herabgefallen waren. Auch unter der rund 300 Meter langen Überquerung durften Straßen und Schienen nicht mehr befahren werden – der Wiesbadener Hauptbahnhof war deswegen vom Zugverkehr so gut wie abgeschnitten.

Mit der Sprengung soll der Start des Neubaus beschleunigt werden. Außerdem erhoffen sich Anwohner und Pendler im Rhein-Main-Gebiet, dass zumindest die Straßen und Bahngleise unter der bisherigen Brücke bald wieder frei gegeben werden. Die Autobahn GmbH des Bundes peilt dafür bislang einen Termin bis Weihnachten an. Direkt nach der Sprengung soll damit begonnen werden, die Trümmer beiseite zu räumen. Rund 15.000 Tonnen Abbruch­material aus Beton und Stahl müssen verarbeitet werden.

Rund um die Brücke galt während der Sprengung ein Sicherheitsbereich von 250 Metern, in dem der Aufenthalt verboten war. Davon betroffen waren unter anderem ein Friedhof, einige Wohnhäuser, Schrebergärten und ein Tierheim.


Quelle: EVN / dpa