ABB modernisiert Antriebs­technologie der ICE 1-Flotte

Ein ICE der Baureihe 401 | Foto: DB AG / Volker Emersleben

ZÜRICH | Die Deutsche Bahn hat den Technologie­konzern ABB mit der Moderni­sierung der Traktions­umrichter für die Triebköpfe der ersten ICE-Generation beauftragt.

Alle 76 ICE-Züge der Baureihe 401 sollen bis 2023 mit IGBT-Traktionsumrichtern (Insulated Gate Bipolar Transistors) ausgestattet werden. Die bisherige Leistungselektronik, basierend auf dem Stand der Technologie der 1990er-Jahre, soll nun durch neueste Antriebstechnologie ersetzt werden, wie ABB kürzlich mitteilte. Durch dem Techniktausch soll die Lebensdauer der ICE 1-Flotte für mindestens weitere zehn Betriebsjahre gesichert werden.

Die elektrische Energie aus der Oberleitung wird von der Traktionsausrüstung in die für den Antrieb der Fahrmotoren benötigte Spannung und Frequenz umgewandelt. Die künftig zum Einsatz kommenden Traktionsumrichter von ABB sorgen laut Herstellerangaben für eine Minimierung der Energieverluste, weniger Lärm und eine geringere mechanische Beanspruchung der bestehenden Fahrmotoren. ABB rechnet nach eigenen Angaben mit Energieeinsparungen von mindestens acht Prozent, dem jährlichen Stromverbrauch von 5.000 Haushalten.

„Die Umrüstung auf IGBT-Technologie ist eine effiziente und ökonomische Lösung, um das Antriebssystem in Bezug auf Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und Wartungsfreundlichkeit auf den Stand moderner Züge zu bringen“, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Die ersten zwei aufgerüsteten Pilot-Triebköpfe haben nach Angaben von ABB bereits vom Eisenbahn-Bundesamt die Wieder­zulassung erhalten. Im Rahmen des Modernisierungs­programms sollen etwa alle zwei Wochen zwei ICE 1-Triebköpfe umgerüstet werden.


Quelle: EVN