ICE-Triebzug bei Rangierunfall in München entgleist

Bahnmitarbeiter sind mit dem Wiederaufgleisen des Unfallzuges beschäftigt | Foto: EVN

MÜNCHEN | Bei einer Zugkollision in München ist am Montag ein ICE-Triebzug entgleist. Infolge des Unfalls fiel ICE 820 nach Essen am Morgen aus.

  Aktualisiert: 08. November 2021, 17.14 Uhr  

Wie die Bundespolizei und die Deutsche Bahn am Mittag gegenüber Bahnblogstelle bestätigten, war es im Bereich der Abstellgruppe des Münchner Hauptbahnhofs zu einer Zugkollision gekommen. Bei dem Vorfall, der sich gegen 5.20 Uhr zugetragen hatte, waren zwei Drehgestelle des ICE-Triebzuges aus den Schienen gesprungen. „Es handelte sich um eine Rangierfahrt mit geringer Geschwindigkeit ohne Fahrgäste“, teilte ein Bahnsprecher mit. Ein Sprecher der Bundespolizei ergänzte, dass es zu einer Flankenfahrt zwischen dem ICE und einem Bauzug gekommen war.

„Aktuell werden die beiden Drehgestelle des Zuges wieder ins Gleis gesetzt, sodass der Zug die Stelle verlassen kann. Anschließend können die an den Gleisen und Weichen entstandenen Schäden vollumfänglich in Augenschein genommen und anschließend instandgesetzt werden“, erklärte der Bahnsprecher. Nach derzeitigem Stand rechnet die Bahn damit, dass die Instand­setzung der Gleise im Laufe der Woche abgeschlossen werden kann.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Ersten Schätzungen zufolge soll der Sachschaden an den Zügen und Gleisen im hohen sechsstelligen Bereich liegen.


Quelle: EVN