Risse in der Filstalbrücke – Bahn spricht von „Unregel­mäßig­keiten“ und beruhigt

In der Stahlbeton-Konstruktion der Filstalbrücke wurden Risse festgestellt | Foto: Arnim Kilgus

WIESENSTEIG | Die neu gebaute Filstalbrücke auf der künftigen Schnellzugverbindung zwischen Wendlingen und Ulm weist bereits vor der Inbetriebnahme erste Schäden auf.

An der imposanten Stahlbeton-Konstruktion seien Risse erkennbar, zahlreiche Stellen sind zudem mit Folie abgeklebt, berichten die Stuttgarter Nachrichten

Die Bahn beruhigt und betont, es handle sich dabei um nichts außergewöhnliches: „Im Stahlbetonbau können nach Betonage und Ausschalen immer vereinzelt Unregelmäßigkeiten an der Betonoberfläche auftreten“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Bericht zufolge. Diese Unregelmäßigkeiten würden vor der Abnahme von Experten fachkundig begutachtet und anschließend vom Auftragnehmer beseitigt. Dabei werde ein Ersatzstoff aufgetragen und während des Trocknungsvorgangs durch Folien vor der Witterung geschützt. Die jetzigen Arbeiten sollen voraussichtlich noch in diesem Herbst abgeschlossen werden.


Die festgestellten Schäden hätten „keine Auswirkungen auf die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit von Bauwerken“, wird der Bahnsprecher weiter zitiert.

Wohl ab Februar 2022 will die Bahn die rund 60 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm testen. Mitte Dezember kommenden Jahres soll dann der Zugverkehr offiziell starten. Reisende werden dann für eine Fahrt zwischen Stuttgart und Ulm eine Viertelstunde weniger Zeit brauchen. Mit der geplanten Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Jahr 2025 soll die Fahrzeit insgesamt rund eine halbe Stunde kürzer sein.


Quelle: EVN