Corona-Pandemie: Branchen­verband fordert weitere Unterstützung für Verkehrs­unternehmen

Die Verkehrsunternehmen erleiden Einnahmeverluste durch die Corona-Krise | Foto: Imago / Sabine Gudath

BERLIN | Wegen steigender Corona-Zahlen und der vierten Infektionswelle geht der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) davon aus, dass die Branche auch im kommenden Jahr durch den ÖPNV-Rettungsschirm gestützt werden muss.

  Aktualisiert: 12. November 2021, 13.39 Uhr  

Der Verband prognostiziert die Verluste für das Jahr 2022 auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro, wie das VDV-Präsidium mitteilte. Laut Expertenmeinung sei damit zu rechnen, dass die Pandemie noch mindestens bis zum kommenden Frühjahr oder Sommer andauere. Bund und Länder sollten den Rettungsschirm zur finanziellen Unterstützung der Bus- und Bahn­unter­nehmen daher weiterhin aufgespannt lassen, hieß es.

„Die vierte Corona-Welle rollt und damit ist klar, dass die finanzielle Situation der Verkehrs­unternehmen auch im kommenden Jahr angespannt bleiben wird“, bekräftigte VDV-Haupt­geschäftsführer Oliver Wolff. Man sei „auf einem guten Weg, um die Fahrgäste in Busse und Bahnen zurückzuholen“ – durch die jetzt stark steigenden Inzidenzen und den damit verbundenen Einschränkungen werde die weitere Fahrgastrückgewinnung jedoch ausge­bremst. Aktuell lägen die Fahrgastzahlen bei etwa 70 bis 80 Prozent des Vorkrisen­niveaus.


Quelle: EVN