Saarlands Verkehrsministerin Rehlinger für Erhalt des integrierten Bahnkonzerns

Protestaktion in Saarbrücken | Foto: EVG

SAARBRÜCKEN | Saarlands Verkehrsministerin Anke Rehlinger hat sich gegen eine mögliche Aufspaltung von Netz und Betrieb bei der Deutschen Bahn ausgesprochen.

Es gäbe zwar Kompromisse bei Koalitionsverhandlungen – aber nicht, wenn es um die Zerschlagung der Deutschen Bahn gehe. Die Klimawende sei nur mit der Verkehrswende möglich und diese wiederum nur mit einem integrierten Bahnkonzern, bekräftigte die SPD-Politikerin laut einer Mitteilung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).


In orangenen Warnwesten protestierten erneut hunderte Eisenbahnerinnen und Eisenbahner gegen die von FDP und Grünen geplante Zerschlagung des Staatskonzerns – diesmal in Saarbrücken vor dem Landesparteitag der SPD. Eine Spaltung bedeute „Arbeitsplatzverlust, Lohndumping sowie die Abkehr von Verkehrswende und Klimawandel“, warnte der EVG-Landesvorsitzende im Saarland, Ralf Damde. Die Verkehrspolitik wäre gelähmt, die Verkehrswende käme zum Erliegen und der Klimawandel wäre damit verraten, betonte er.

Die EVG befürchtet, dass unter dem Deckmantel des Wettbewerbs Sozial- und Tarifdumping drohen könnten. Servicejobs in Bus und Bahn wie beispielsweise Reinigung und Sicherheit wären demnach von Fremdvergaben und Prekärbeschäftigung zuerst betroffen, warnte Damde. Die Zerschlagung sei ein klarer Holzweg – nichts werde besser durch Trennung, fügte er hinzu.


Quelle: EVN