SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert 3G-Pflicht in Zügen

Gesundheitsexperte Lauterbach für 3G-Regel in Zügen | Foto: DB AG / Achim Melde

BERLIN | Angesichts der hohen Zahl an Corona-Infektionen erneuert SPD-Gesund­heits­experte Karl Lauterbach seine Forderung nach einer 3G-Pflicht im Zug-Fern­verkehr, so dass die Reisen­den entweder geimpft, genesen oder getestet sein müssen.

  Aktualisiert: 14. November 2021, 22.17 Uhr  

Gegenüber der Bild am Sonntag sagte Lauterbach: „In dieser Corona-Situation ist es unverant­wortlich, dass Menschen ungeimpft und ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stunden­lang eng neben anderen Passagieren sitzen.“ Ohne 3G müssten 50 Prozent der Plätze in ICEs und Intercitys frei bleiben, das sei Geimpften in der Weihnachtszeit kaum zumutbar.

Auch Grünen-Chef Robert Habeck spricht sich für strengere Reisevorgaben aus: „Ja, auch das Bahnfahren muss sicherer werden. Aus meiner Sicht sollte hier 3G gelten, darüber werden wir reden müssen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

Bislang gilt für den Zugverkehr nur, dass Masken getragen werden müssen. Das Abstands­gebot ist lediglich eine unverbindliche Empfehlung und wird in den schon seit Monaten wieder vollen Zügen oft nicht eingehalten.


Quelle: EVN / dpa / dts Nachrichtenagentur