Bahncard 100 als Klimaticket – Fahrgastverband fordert Preishalbierung auch für Privatkunden

Reisende in einem ICE der Deutschen Bahn | Foto: DB AG

BERLIN | Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Deutsche Bahn aufgefordert, den Preis der Bahncard 100 auch für alle Privatkunden um 50 Prozent zu senken.

  Aktualisiert: 15. November 2021, 23.19 Uhr  

Dem Tarifexperten des Verbandes, Jörg Bruchertseifer, schwebt ein Klimaticket nach österreichischem Vorbild vor. Diese Art von Flatrate für die Eisenbahn und den öffentlichen Nahverkehr in vielen Städten wäre einfach zu handhaben und würde die umweltfreundliche Mobilität im ganzen Land zu einem erschwinglichen Preis ermöglichen, hieß es am Montag in einer Mitteilung von Pro Bahn.


Seit Freitag ist die Bahncard 100 für Geschäftskunden zum halben Preis erhältlich. Das Angebot der Bahn, das noch bis zum 23. Dezember gilt, ist eine Reaktion auf die UN-Klimakonferenz in Glasgow.

„Die neue Bundesregierung muss alles daransetzen, den Vorstoß der Deutschen Bahn für alle Bürger zu ermöglichen. Schließlich werden auch schon heute E-Autos mit mehreren Tausend Euro unterstützt“, sagte der stellvertretende Pro-Bahn-Vorsitzende Lukas Iffländer. „Mit einem deutschlandweiten Klimaticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel kann man einen notwendigen Beitrag zur angestrebten Verkehrswende leisten, um die Pariser Klimaziele zu erreichen“, betonte auch der Ehrenvorsitzende des Verbands, Karl-Peter Naumann.

Aktuell liegt der Preis der BahnCard 100 bei 4.027 Euro für die 2. Klasse und bei 6.812 Euro für die 1. Klasse. Die Bahn plant zum Fahrplanwechsel eine Preiserhöhung für einige Ticketarten, auch Bahncards werden dann um 2,9 Prozent teurer.


Quelle: EVN