Verkehrsbetriebe reagieren zurückhaltend auf mögliche 3G-Regel

Polizisten an einer U-Bahn-Station | Foto: Imago / ZUMA Wire

BERLIN | Bus- und Bahnunternehmen haben zurückhaltend auf eine mögliche 3G-Regel im öffentlichen Verkehr reagiert.

„Wir werden die vorliegenden Vorschläge der Ampel-Koalitionäre zu einer möglichen 3G-Regel in Bussen und Bahnen intensiv prüfen und versuchen, eine unter den gegebenen Rahmen­bedingungen umsetzbare Lösung zu erarbeiten“, teilte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff, am Montag mit.

Dabei müsse aber berücksichtigt werden, dass lückenlose Kontrollen in dem offenen System mit Millionen von Fahrgästen nicht möglich seien. „Gerade im Nahverkehr mit häufigem Fahrgastwechsel und Haltestellen in kurzen Abständen ist dies, wenn überhaupt, nur stichprobenartig umsetzbar.“ Zudem dürfe die Beförderungspflicht im Nahverkehr nur unter ganz bestimmten Kriterien ausgesetzt werden.

Die künftigen Koalitionäre müssten die Frage beantworten, wie die öffentliche Mobilität dann aufrechterhalten werden soll und ob etwa die Bundespolizei dann auch im Nahverkehr kontrollieren solle.

Nach einer Vereinbarung von Vertretern der drei Fraktionen von SPD, FDP und Grünen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen Ungeimpfte ohne negativen Test künftig keine Busse und Bahnen mehr benutzen dürfen – unabhängig von der weiter geltenden Maskenpflicht.


Quelle: EVN / dpa