Nach schwerem Unfall: Angestellte der Athener Bahnen prangern mangelhafte Sicherheit an

Unfallstelle auf der Metrolinie 1 in Athen | Foto: Imago / ZUMA Wire

ATHEN | Aus Protest gegen mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen haben die Angestellten der Athener Bahnen am Donnerstag den Nahverkehr in der griechischen Hauptstadt lahmgelegt.

Auslöser des Streiks war ein Unfall auf der viel befahrenen Athener Metrolinie 1. Dabei war am Dienstag ein Arbeiter ums Leben gekommen; zwei weitere wurden verletzt. Auch die Fahrer der Busse schlossen sich den Protesten mit mehrstündigen Arbeitsniederlegungen an. Auf den Straßen Athens bildeten sich lange Staus, wie mehrere Lokalmedien berichteten.


Das Unglück auf der Stadtbahn ereignete sich, als die Bremsen eine Wartungsmaschine versagten. Das Fahrzeug raste unkontrolliert mehrere Kilometer weit. Schließlich setzten die Techniker einen anderen Zug auf demselben Gleis ein, um die Irrfahrt zu stoppen. Dabei kam es zu einem kontrollierten, aber heftigen Zusammenstoß. Der tödlich verunglückte Arbeiter soll kurz vor der Kollision vom Wartungsfahrzeug abgesprungen sein.

Viele Millionen Einwohner und Touristen nutzen die Athener Metrobahn, die Athen mit dem Teil des Hafens von Piräus verbindet. Sie ist jedoch in einem schlechten Zustand. Auch die Fahrgäste fordern seit Jahren eine grundlegende Modernisierung der alten Bahnlinie.


Quelle: EVN / dpa