GDL befürchtet wegen 3G-Regel mehr Übergriffe auf Zugpersonal

Ein Zugbegleiter im Gespräch mit einer Reisenden | Foto: Imago / Ralph Peters

FRANKFURT AM MAIN | Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) befürchtet, dass die neue 3G-Pflicht in Regional- und Fernzügen zu vermehrten Gefahrensituationen für die Beschäftigten führen wird.

Die größte Sorge sei, dass es bei 3G-Kontrollen zu „verbalen oder gewalttätigen Übergriffen“ auf das Zugpersonal kommt, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte. Mit der Durchführung der 3G-Kontrollen und der Kontrolle der Maskenpflicht – neben der Fahrscheinkontrolle – würden den Bahnbeschäftigten „faktisch polizeiliche Aufgaben“ aufgebürdet. Diese müssten allerdings von Behörden, wie der Bundespolizei, der Landespolizei oder den Ordnungsämtern wahrgenommen werden, erklärten die Arbeitnehmervertreter. Bereits bei der Einführung der Maskenpflicht in den Zügen habe die GDL deutlich gemacht, dass das Zugpersonal keine Hilfspolizei sei.

Wohl ab dem kommenden Mittwoch müssen Menschen, die öffentliche Verkehrs­mittel nutzen wollen, gegen das Coronavirus geimpft, darauf getestet oder von einer Erkrankung genesen sein (3G). Entsprechende Nachweise sollen aller Voraussicht nach stichprobenartig kontrolliert werden. Bundestag und Bundesrat haben den von SPD, Grünen und FDP vorgeschlagenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt.


Quelle: EVN