Alstom und Eversholt Rail arbeiten an erster Wasserstoffzug­flotte für Großbritannien

Wasserstoffzugflotte für Großbritannien | Visualisierung: Alstom / Advanced & Creative Design

LONDON | Der Bahntechnikhersteller Alstom und der britische Zugvermieter Eversholt Rail haben kürzlich eine Absichts­erklärung zur Lieferung der ersten Wasserstoff­zug­flotte für Groß­britannien unterzeichnet.

Laut Alstom wurde vereinbart, dass beide Unternehmen bei Entwicklung, Bau und Inbetrieb­nahme der ersten zehn Fahrzeuge zusammenarbeiten. Die dreiteiligen Züge, die auf der Alstom Aventra-Plattform basieren, sollen in Großbritannien gebaut werden.

Die neuen Züge sollen dabei helfen, die Ziele der britischen und schottischen Regierungen zur Dekarbonisierung im Eisenbahnsektor zu erreichen. Mit dem Regionaltriebzug Coradia iLint hat Alstom bereits einen wasserstoffbetriebenen Zug entwickelt. „Die Schiene ist bereits der emissionsärmste Verkehrsträger, aber wir können noch mehr tun“, sagte Nick Crossfield, Managing Director von Alstom für Großbritannien und Irland. Es sei wichtig, früher als später mit der Dekarbonisierung zu beginnen – der Wasserstoffantrieb werde dabei eine wichtige Rolle spielen, betonte auch Eversholt-Rail-Chef Mary Kenny.

Alstom und Eversholt Rail haben mit dem Projekt „Breeze“ bereits gemeinsam an einer Wasserstofffahrzeuglösung für den britischen Eisenbahnsektor gearbeitet, indem sie einen bestehenden Elektrotriebzug auf Wasserstoff umbauen. Beide Unternehmen sind davon überzeugt, dass es einen Markt für die neuen Züge gibt, die dann von Bahnbetreibern in ganz Großbritannien eingesetzt werden könnten.


Quelle: EVN