3G-Regel in Verkehrsmitteln: NRW-Ministerpräsident für höheren Kontrolldruck

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst | Foto: Imago / Political-Moments

BERLIN | Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) plädiert für einen höheren Kontrolldruck zur Durchsetzung der verschärften Corona-Auflage.

„Wir brauchen deutlich regelmäßigere Stichpunktkontrollen – nicht nur im ÖPNV, auch in der Gastronomie und überall da, wo 2G und 3G oder 2G plus gilt“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Nordrhein-Westfalen mache das im Regionalverkehr so, dass das Land den Betreibern der Züge Geld dafür gebe, zusätzliches Kontrollpersonal einzustellen.


„Wir haben jetzt einen faktischen Lockdown zunehmend für die Nichtgeimpften, um sie zu schützen – auch, um sie noch zu motivieren, sich vielleicht doch noch impfen zu lassen“, stellte der NRW-Ministerpräsident fest. Doch ohne Kontrollen werde das nicht funktionieren. „Wir brauchen Kontrolldruck. Und wir brauchen dann – bei Verstößen – auch härtere Strafen, die wir beispielsweise in Nordrhein-Westfalen mit einem neuen Bußgeldkatalog auch machen.“

Voraussichtlich ab Mittwoch wird die Nutzung von Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn nur noch für Geimpfte, Genesene oder auf das Coronavirus getestete Personen möglich sein. Streit gibt es aktuell darüber, wer entsprechende Nachweise kontrollieren soll. Nach Ansicht der Lokführergewerkschaft GDL sollte dafür nicht das Zugpersonal herangezogen werden – das sei Sache der Bundespolizei.


Quelle: EVN / dpa