GDL-Chef Weselsky: Klares „Nein“ zur 3G-Kontrolle durch Zugpersonal

Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL | Foto: Imago / Mauersberger

BERLIN | Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, hat ausgeschlossen, dass das Zugpersonal die neu beschlossenen 3G-Zugangsregeln für Verkehrsmittel kontrollieren wird.

„Wenn die Frage aufkommt, ob das das Zugbegleitpersonal macht, dann lautet die Antwort einfach: Nein“, sagte Weselsky dem ARD-Hauptstadtbüro im Bericht aus Berlin. Seit mehreren Jahren sei festzustellen, dass es ein erhöhtes Aggressionspotential in Verkehrs­mitteln gebe und „angespannte Situationen wie diese befördern das noch“, so Weselsky mit Blick auf die neuen Regelungen. „Das ist das Problem, was wir sehen: Dass hier zusätzlich unsere Kolleginnen und Kollegen unter Druck geraten.“


Die Ampel-Parteien hatten in der vergangenen Woche das neue Infektionsschutzgesetz verabschiedet, das unter anderem verschärfte Corona-Regeln für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr vorsieht. Die neuen Maßnahmen sollen noch in dieser Woche in Kraft treten. Dann ist die Nutzung von Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn nur noch Geimpften, Genesenen oder auf das Coronavirus getesteten Personen gestattet. Entsprechende Nachweise sollen stichprobenartig kontrolliert werden.


Quelle: EVN / dts Nachrichtenagentur