Goßner: 3G-Regel für Bus und Bahn ist „reiner Aktionismus“

AfD-Politiker Hans-Jürgen Goßner | Foto: Imago / imagebroker / Goßner

STUTTGART | Der bevölkerungsschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, Hans-Jürgen Goßner, kritisiert die Pläne zur Einführung der 3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr scharf.

„Aus diesen Plänen spricht der reine Aktionismus und ihnen fehlt jede analytische Durchdachtheit“, sagte der Oppositionspolitiker. Da in vielen Gemeinden und gerade im ländlichen Raum keine Testmöglichkeiten vorhanden sind, laufe dies auf einen faktischen Ausschluss aller Ungeimpften auf dem Lande hinaus, weil diese ohne den Nahverkehr ja oft gar kein Testzentrum ansteuern könnten, um sich testen zu lassen, hieß es in einer Mitteilung.

Der Landtagsabgeordnete verwies außerdem darauf, dass im Nahverkehr bereits die Maskenpflicht gilt, die nach Meinung führender Experten bereits eine Entschärfung des Infektionsrisikos im Nahverkehr darstellen würde. „Von den logistischen Herausforderungen einer solchen 3G-Strategie im Nahverkehr reden wir da noch gar nicht”, fügte Goßner hinzu.

Voraussichtlich ab dieser Woche wird die Nutzung von Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn nur noch für Geimpfte, Genesene oder auf das Coronavirus getestete Personen (3G) möglich sein. Streit gibt es aktuell darüber, ob das Personal der Verkehrsunternehmen, Mitarbeiter der Ordnungsämter oder die Polizei entsprechende Nachweise kontrollieren soll.


Quelle: EVN