DVF kritisiert 3G-Regelung: „Verkehrsunternehmen werden mit Vorschriften alleine gelassen“

DVF-Chef Eck zur 3G-Regelung in öffentlichen Verkehrsmitteln | Foto: Pixabay / DVF

BERLIN | Der Geschäftsführer der Wirtschafts­vereinigung Deutsches Verkehrs­forum (DVF), Florian Eck, hat sich kritisch zur aktuellen Lage rund um die neue 3G-Regel­ung im öffent­lichen Nah- und Fern­verkehr geäußert.

Er bemängelte, dass die 3G-Pflicht für Passagiere in Bussen und Bahnen in Kraft trete, „ohne dass sich der Bund zu einer aktiven Begleitung der Maßnahmen bekannt hat.“ Laut Eck würden die Verkehrsunternehmen mit den neuen Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes „alleine gelassen“. Es fehle an Ressourcen für die nun notwendigen Kontrollen, soweit sie in einem offenen System überhaupt möglich seien.


Der DVF-Chef fordert den Bund auf, nachzusteuern, „beispielsweise durch Übernahme der Kontrollaufgaben im ÖPNV durch die Bundespolizei.“ Zudem müsse die Politik die Verkehrs­unternehmen wegen der laufenden vierten Corona-Infektionswelle erneut finanziell unter­stützen. Eine Ausweitung des Rettungsschirms auch ins Jahr 2022 sei notwendig.

Wohl ab Mittwoch wird die Nutzung von Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn nur noch für Geimpfte, Genesene oder auf das Coronavirus getestete Personen möglich sein. Streit gibt es aktuell darüber, wer entsprechende Nachweise kontrollieren soll. Die Lokführer­gewerk­schaft GDL hatte am Wochenende bereits deutlich gemacht, dass dies nicht Aufgabe des Zugpersonals sein könne.


Quelle: EVN