EVG-Mitglieder zum Warnstreik beim Eisenbahnlaufwerk Halle aufgerufen

EVG-Mitglieder im Streik (Archiv) | Foto: Imago / Markus Heine

LANDSBERG | Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat ihre beim Eisenbahn­laufwerk Halle (ELH) organisierten Mitglieder am Dienstag zu einem ersten Warnstreik aufgerufen.

Hintergrund sei die Verweigerungshaltung des Arbeitgebers, in den laufenden Tarif­verhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, wie die Gewerk­schaft mitteilte. „Bislang ist der Arbeitgeber zu keiner nachhaltigen Lohn­erhöhung bereit, sondern bietet lediglich an, Bonus­zahlungen und eine Zulage zu erhöhen sowie den Gesundheits­bonus für Auszubildende anzuheben“, hieß es am Dienstag. Mit dem aktuellen Angebot würden die Mitarbeitenden „von der Einkommens­entwicklung in der Branche völlig abgehängt“, sagte EVG-Verhandlungs­führerin, Theresia Wolf.

Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder unter anderem eine Lohn­erhöhung von sechs Prozent. Teil der Forderung ist auch ein Wahlmodell, mit dem die Beschäftigten zwischen mehr Geld, mehr Urlaub oder einer Arbeitszeit­verkürzung wählen können. Außerdem will die EVG den Abschluss eines Zeitgut­habenkontos sowie die Nutzungs­möglichkeit von Soziall­leistungen durchsetzen und eine Erhöhung der Ausbildungs­vergütung erstreiten.

Die ELH Eisenbahnlaufwerke Halle GmbH & Co. KG ist ein Bahntechnikhersteller, spezialisiert auf die Entwicklung von Drehgestellen für Schienenfahrzeuge.


Quelle: EVN