Nach Güterzugentgleisung: Bahnstrecke zwischen Wörth und Karlsruhe bleibt noch Wochen gesperrt

Am 17. November war ein Güterzug im Bahnhof Wörth (Rhein) entgleist | Foto: NonstopNews / Julian Buchner

WÖRTH AM RHEIN | Der Bahnverkehr zwischen Karlsruhe und Wörth am Rhein auf rheinland-pfälzischer Seite bleibt noch mehrere Wochen unterbrochen.

  Aktualisiert: 23. November 2021, 19.12 Uhr  

Reisende müssen noch bis zum 12. Dezember Einschränkungen in Kauf nehmen und auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Das teilten die Verkehrsbetriebe Karlsruhe am Dienstagabend unter Berufung auf die Deutsche Bahn mit. Auch zwischen dem Wörther Bahnhof und Lauterbourg in Frankreich entfallen noch immer Regionalbahnen.

Seit Mitte vergangener Woche können dort wegen eines Rangierunfalls keine Züge mehr fahren: Zwei Waggons waren aus den Schienen gesprungen. Ein Container, der auf einem Flachwagen geladen war, stürzte vom Zug. Einen Tag nach dem Unfall teilte die Bundespolizei mit, dass gegen den diensthabenden Weichen­wärter wegen fahrlässiger Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt werde. Der Stellwerksmitarbeiter soll nach bisherigen Ermittlungen mutmaßlich eine Weiche zu früh umgestellt haben. Die Beamten gehen von einer hohen sechsstelligen Schadenssumme aus.

Derzeit würden 250 Meter Schienen und Schwellen sowie fünf Weichen repariert. Zudem werde die Leit- und Sicherungstechnik erneuert. Dazu gehören beispielsweise Weichen­antriebe. Nach Worten eines Sprechers der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) verkehren daher auch die Linien S5, S51 und S52 in diesem Bereich weiterhin nicht. Stattdessen fahren Busse. 


Quelle: EVN