Bahn: Reparatur im Bahnhof Wörth (Rhein) dauert länger als geplant

Bahnhof Wörth (Rhein) nach der Entgleisung eines Güterzuges am 17. November | Foto: NonstopNews / Julian Buchner

WÖRTH AM RHEIN | Die Reparaturarbeiten nach der Entgleisung eines Güterzuges im Bahnhof Wörth (Rhein) dauern deutlich länger als von der Deutschen Bahn erhofft.

Grund dafür seien Verzögerungen bei der Lieferung von Baumaterial und der Komplexität der Arbeiten, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. So seien etwa bestellte Schienen noch nicht geliefert worden. Zudem könnten einige Bauschritte nur nacheinander durchgeführt werden, hieß es.

Die Bahn rechnet nach eigenen Angaben damit, dass erst ab dem 12. Dezember wieder Züge durch den Wörther Bahnhof in Rheinland-Pfalz rollen werden. Zunächst bestand die Hoffnung, dass der Zugverkehr bereits am kommenden Sonntag wieder anlaufen könne – daraus wird aber nichts.


Bei einem Rangierunfall waren am 17. November zwei Waggons eines Güterzuges aus den Schienen gesprungen. Ein Container, der auf einem Flachwagen geladen war, stürzte vom Zug. Einen Tag nach dem Unfall teilte die Bundespolizei mit, dass gegen den diensthabenden Weichenwärter wegen fahrlässiger Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt werde. Der Stellwerksmitarbeiter soll, so ergaben erste Ermittlungen, mutmaßlich eine Weiche zu früh umgestellt haben. Die Eisenbahninfrastruktur wurde bei dem Unfall stark beschädigt – laut Bundespolizei soll die Schadenssumme im hohen sechsstelligen Bereich liegen.

Seither ist die Strecke zwischen Wörth und Karlsruhe für den gesamten Bahnverkehr gesperrt. Davon betroffen sind auch S-Bahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und Verbindungen nach Frankreich. Die AVG setzt Ersatzbusse ein.

Rund 270 Meter Schienen, 350 Schwellen sowie fünf Weichen müssen den Angaben zufolge komplett instandgesetzt werden. „Erst daran anschließend können die Fachkräfte die Leit- und Sicherungstechnik erneuern“, erläuterte die Bahn. Schweres Baugerät muss die Baustelle dafür verlassen haben. Fünf Weichenantriebe, rund 600 Meter Drahtzugleitung und 40 Leitungspfosten sollen die Fachkräfte dann in Ordnung bringen.


Quelle: EVN