3G in Bus und Bahn: Unternehmen in Sachsen setzen auf Stichproben und Prävention

Fahrgäste an einer Straßenbahn- und Bushaltestelle in Dresden | Foto: Imago / Max Stein

LEIPZIG | Seit dem vergangenen Mittwoch dürfen nur noch geimpfte, genesene oder getestete Personen (3G) in Deutschland mit Bussen und Bahnen fahren – die Verkehrs­verbünde in Sachsen kontrollieren die Einhaltung dieser Regeln bislang stichprobenartig und setzen auf Prävention.

Im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) etwa werde die „stufenweise Durchsetzung“ der Regeln sehr ernstgenommen, teilt der MDV mit. Zurzeit liege der Fokus auf einer breiten Information und Sensibilisierung der Fahrgäste. „Kontrollen und das Erheben von Bußgeldern werden in einer 2. Stufe in ca. eineinhalb Wochen stärker greifen.“


Auch der Verkehrsverbund Vogtland (VVV) setzt laut Angaben eines Sprechers auf die Aufklärung der Fahrgäste, damit etwaige Verstöße nicht auftreten und sanktioniert werden müssten. Kontrolliert werde idealerweise in Abstimmung mit den Ordnungsbehörden, weil nur diese im Fall eines Regelverstoßes weitere Maßnahmen ergreifen könnten. Vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) heißt es, dass im Rahmen der Sicherheitskooperation mit der Deutschen Bahn voraussichtlich ab der kommenden Woche zusätzliche Kontrollteams eingesetzt würden.

Die Unternehmen hatten bereits im Vorfeld angekündigt, dass nur stichprobenartige Kontrollen möglich seien. Zahlen, wie viele Personen ohne 3G-Nachweis auffallen, haben die Unternehmen bislang noch nicht. Auch über ausfallende Reaktionen von Fahrgästen gibt es keine Angaben. Der MDV vermeldet dagegen erste erfreuliche Reaktionen: Einige Fahrgäste zeigten beim Einstieg in das Fahrzeug freiwillig sowohl Fahrausweis als auch den 3G-Nachweis.


Quelle: EVN / dpa