Außenhandelspräsident gegen Reisebeschränkungen wegen neuer Corona-Variante

Ein Geschäftsreisender am Bahnhof | Foto: iStock

BERLIN | Die deutsche Export­wirtschaft warnt eindringlich vor Reise­beschrän­kungen für Geimpfte wegen der neu­ent­deckten Corona-Variante B.1.1.529.

  Aktualisiert: 27. November 2021, 13.08 Uhr  

„Mit Sorge blicken wir auf die sich wieder verschärfende Corona-Situation“, sagte Außen­handels­präsident Dirk Jandura dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Eine Wieder­einführung für Reise­beschränkungen wäre für den Groß- und Außenhandel eine Katastrophe.“

Reisen zu Kunden und Lieferanten seien unerlässlich. „Gerade in Zeiten, in denen es immer noch zu massiven Lieferengpässen kommt, ist die Präsenz vor Ort entscheidend“, so Jandura weiter. „Die Empfehlung der Europäischen Kommission, keine neuen Reisebeschränkungen für Geimpfte, Genesene und kürzlich Getestete einzuführen, unterstützen wir zu 100 Prozent“, so der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA).

Die neue Virusvariante war kürzlich in Südafrika entdeckt worden. Belgiens Gesundheits­minister Frank Vandenbroucke bestätigte am Freitag auch einen entsprechend positiven Test bei einer Person in seinem Land. Die Bundes­regierung geht davon aus, dass Corona-Impfstoffe gegen die neue Mutation womöglich weniger wirksam sein könnten.

Wie Nachrichtenagenturen am Samstag berichteten, gibt es bereits einen ersten Verdachtsfall auf die neue Corona-Variante „Omicron“ nun auch in Deutschland. Laut Hessens Gesundheits­minister Kai Klose (Grüne) seien bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika mehrere für Omicron typische Mutationen gefunden worden, hieß es. Die betreffende Person sei häuslich isoliert worden.


Quelle: EVN / dts Nachrichtenagentur