Bahn und Bauwirtschaft wollen Schienenausbau effektiv vorantreiben

Bauarbeiten an einer Bahnstrecke | Foto: DB AG / Uwe Miethe

BERLIN | Eine enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe – dazu haben sich die Deutsche Bahn und die Verbände der Bauwirtschaft am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung bekannt.

Ziel sei es, eine erfolgreiche Umsetzung der klimaorientierten Mobilitäts­wende und die Verlagerung von Verkehren auf die Schiene mitzugestalten, teilte der DB-Konzern mit.

„In den kommenden Jahren steht uns eine historisch hohe Summe für eine leistungsfähigere Schienen­infrastruktur zur Verfügung“, sagte DB-Infrastruktur­vorstand Ronald Pofalla. Mit dem jetzigen Schulterschluss zwischen Bahn und Bauindustrie werde dafür gesorgt, dass Bau­projekte schneller und besser realisiert werden können.

Bund und Bahn planen Investitionen in Höhe von mindestens 170 Milliarden Euro bis 2030. Mit den Mitteln sollen das Bestandsnetz erneuert, Schienenwege neu- und ausgebaut sowie Etappen des Deutschlandtakts und die Digitale Schiene Deutschland realisiert werden, erklärte eine Bahnsprecherin. Bahn und Bauwirtschaft hätten sich auf Grundprinzipien geeinigt, die „neben hoher Transparenz über das geplante Bauvolumen vor allem einen für die Bauwirt­schaft wichtigen fairen Wettbewerb bei Vergabeverfahren mit der DB-eigenen Bahnbau Gruppe sicherstellen sollen“, hieß es.

Ebenfalls vereinbart wurde eine Zusammenarbeit bei der Rekrutierung zusätzlicher Fachkräfte für den Bahnbau. Die hierfür geschaffene Internetplattform 1stieg.de soll einen Überblick über die gesamte Bahnbaubranche, die Berufsbilder sowie Einstiegs- und Karriere­möglich­keiten bieten.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von der Deutschen Bahn, der Bundesvereinigung Mittel­ständischer Bau­unternehmen (BVMB), dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Deutschen Verband für Lärmschutz an Verkehrs­wegen (DVLV).


Quelle: EVN