Ministerium: Erneut Millionenverluste bei ÖPNV-Einnahmen in Thüringen

Erfurt Hauptbahnhof | Foto: DB AG

ERFURT | Die Corona-Pandemie hat auch in diesem Jahr im Öffentlichen Personen­nah­verkehr (ÖPNV) Thüringens einen Einnahmeverlust in Millionenhöhe verursacht.

Nach Angaben des Infrastrukturministeriums beläuft sich der Verlust auf rund 46 Millionen Euro. Um den betroffenen Verkehrsunternehmen unter die Arme zu greifen, soll noch 2021 mindestens die Hälfte der beantragten Mittel aus dem ÖPNV-Rettungsschirm ausgezahlt werden, wie Ministerin Susanna Karawanskij (Linke) mitteilte. Wie viel Geld genau noch bis Dezember fließen soll, sei davon abhängig, wie viel von den Unternehmen beantragt werde, sagte ein Sprecher.

Im Oktober hatte das Ministerium angekündigt, dass Verluste, etwa wegen weggebrochener Ticketverkäufe, wie im vergangenen Jahr mit einem Corona-Rettungsschirm aufgefangen werden sollen. Dieser werde jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert. Im vergangenen Jahr betrug der gemeldete Gesamtschaden im ÖPNV-Rettungsschirm nach Angaben des Ministeriums rund 47 Millionen Euro.


Quelle: EVN / dpa