Nach Explosion einer Fliegerbombe: Bahnverkehr in München rollt wieder

Rauchwolke nach Explosion einer Fliegerbombe in München | Foto: privat

MÜNCHEN | Nach der Explosion einer Fliegerbombe am Mittwoch in München ist der Bahnverkehr wieder angelaufen.

  Aktualisiert: 1. Dezember 2021, 19.39 Uhr  

Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war auf einer Baustelle an der Donners­berger­brücke detoniert. Die daneben verlaufenden Gleise zum Hauptbahnhof wurden in der Folge für rund zweieinhalb Stunden gesperrt. Bei der Explosion wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer.

Wie die Deutsche Bahn am Mittwochabend mitteilte, sei der Zugverkehr im Raum München wieder vollumfänglich angelaufen. „Seit kurzem sind alle Gleise wieder befahrbar. Auch auf der S-Bahn-Stammstrecke sind bereits seit kurz vor 17 Uhr wieder S-Bahnen unterwegs“, teilte ein Sprecher mit. Züge des Regional- und Fernverkehrs konnten bereits seit 14:30 Uhr wieder auf vielen Strecken verkehren. Zuletzt sei es nur noch auf den Linien von/nach Garmisch und Buchloe zu Teilausfällen gekommen, hieß es.


Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte nach dem Unglück umfassende Aufklärung: Normalerweise werde auf solchen Baustellen vorab immer intensiv sondiert, wo noch Blindgänger versteckt liegen könnten, sagte er bei einem Besuch vor Ort. Er gehe davon aus, dass das auch auf dieser Baustelle der Deutschen Bahn geschehen sei. „Da muss jetzt ermittelt werden: Warum hat man diese Bombe vorher nicht erkannt?“

Wann die Arbeiten für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke fortgesetzt werden können,  blieb zunächst unklar.


Quelle: EVN