Mehr Sicherheit und Sauberkeit: Saarland will Bahnhofsqualität verbessern

Regionalzug bei der Einfahrt in einen Bahnhof | Foto: DB AG

SAARBRÜCKEN | Vandalismusschäden, schlechte Beleuchtung, schmutzige Bahnsteige und Vorplätze: So präsentieren sich viele Bahnhöfe im Saarland. Nun sollen die Stationen sicherer und sauberer werden – helfen soll ein Pilotprojekt.

Für das dreijährige Vorhaben wurden zunächst 20 Bahnhöfe an den drei Streckenabschnitten Saarbrücken – Sulzbach – Neunkirchen, Neunkirchen – Homburg und Homburg – St. Ingbert – Saarbrücken ausgewählt. Anlass ist die Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplans ÖPNV: Sie hatte gezeigt, dass es an vielen Stationen Verbesserungsbedarf gibt. Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) stellte die „Sicherheits- und Qualitätsoffensive“ am Mittwoch vor. Das Pilotprojekt soll später als „Blaupause“ für das gesamte Saarland dienen.

Um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu machen, brauche es laut Rehlinger nicht nur günstige Tarife und eine gute Anbindung. „Nur, wer sich am Bahnsteig wohlfühlt, wird langfristig auch häufiger den Zug nutzen“, teilte die Ministerin mit. Sie setzt bei ihrem Projekt auf eine enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Verkehrsbetrieben, Aufgaben­trägern, Landes- und Bundespolizei und Ordnungsdiensten.

Die betroffenen Kommunen können Teil einer Partnerschaftsvereinbarung werden, in der die Maßnahmen und  Zuständigkeiten festgeschrieben werden. Ziel sei es, die Akteure besser zu vernetzen und ihre Kompetenzen „bestmöglich zu nutzen“, so Rehlinger.

Zu konkreten Maßnahmen zählen unter anderem mehr Videoüberwachung, kurzfristige Ausbesserungs-, Reparatur- und Malerarbeiten, zusätzliche Streifen sowohl in den Zügen als auch an den Stationen, eine Aufwertung und Pflege des Bahnhofsumfeldes und eine bessere Beleuchtung und Beschilderung.


Quelle: EVN / dpa