S-Bahn Berlin: Reduziertes Fahrtenangebot wegen kranker Lokführer

S-Bahn-Zug im Berliner Hauptbahnhof | Foto: Pixabay

BERLIN | Berliner S-Bahn-Passagiere müssen von Donnerstag an vorübergehend auf Verstärkerzüge und am Wochenende auf mehrere komplette Linien verzichten.

  Aktualisiert: 1. Dezember 2021, 15.47 Uhr  

Grund sei ein erhöhter Krankenstand unter den Lokführern, teilte das Unternehmen mit. Betroffen sind wochentags die Linien S1 (Wannsee-Oranienburg), S3 (Erkner-Spandau) und S5 (Strausberg Nord-Westkreuz): Dort fallen Verstärkerzüge im Berufsverkehr aus, der 10-Minutentakt am Tage bleibt aber bestehen.

An den kommenden beiden Wochenenden fahren außerdem keine Züge auf den Linien S26 (Teltow Stadt–Waidmannslust) und S45 (Flughafen BER–Südkreuz). Am dritten Advent­wochen­ende entfällt zusätzlich die Linie S85 (Grünau-Pankow). Insgesamt reduziere sich das Angebot damit leicht auf 97 Prozent, teilte die S-Bahn mit. Sie bat die Fahrgäste um Verständnis. Die Mehrheit werde keine Einschränkungen spüren.

Nach Informationen der Berliner Zeitung könnte eine Rolle spielen, dass es noch ungeimpfte Beschäftigte im öffentlichen Verkehr gebe. Seit einer Woche müssen sie sich nach der 3G-Regel testen lassen, bevor sie zur Arbeit kommen. Das scheine Einigen zu aufwändig zu sein, heißt es in dem Bericht. Eine S-Bahn-Sprecherin erklärte dazu nur: „Mitarbeiter, die sich krank melden, müssen die Gründe dafür nicht nennen.“


Quelle: EVN / dpa