Fahrgastverband fordert bundesweit einheitliche digitale Fahrplan- und Tarifauskunft

Bahnstation mit Umsteigemöglichkeit zum Bus | Foto: Pixabay

MÜNCHEN | Der Fahrgast­verband Pro Bahn kritisiert die in einigen Regionen Deutsch­lands bestehenden Informations­lücken in der Fahrplanauskunft. Mancher­orts blieben ÖPNV-Angebote gar „ein Geheimnis“, wenn sie nicht in einer weit verbreiteten Aus­kunfts­plattform wie dem DB Navigator enthalten seien.

Zu einer Verkehrswende könne es nur kommen, wenn potenzielle Fahrgäste auch über die angebotenen Fahrten Bescheid wüssten, sagte Jörg Bruchertseifer, Referent für Fahrgast­information bei Pro Bahn. Nach Ansicht des Fahrgastverbands sollte der künftige Verkehrs­minister, der neben der Mobilität auch für die Digitalisierung in seinem Ressort zuständig ist, hier für entsprechende Bundes-Regelungen sorgen.

Gerade Stadtbewohner, die ohne Auto in die Region fahren wollen, seien auf diese Fahrplan­auskünfte und Tarifinformationen angewiesen. „Ohne gutes Marketing der letzten Meile im öffentlichen Verkehr fehlt ein entscheidendes Stück der durchgehenden Reisekette“, hieß es vom Verband. Wenn diese Informationen fehlten, würden Fahrten im Ergebnis oft mit dem Pkw gemacht, selbst wenn es für 95 Prozent der Strecke eine gute und preiswerte Bahn- und Busverbindung gebe.


Quelle: EVN