Fußballfans von Weiterfahrt ausgeschlossen – rund 85 Reisende müssen Zug verlassen

Zugbegleiterin ruft Bundespolizei zur Unterstützung (Symbolbild) | Foto: Bundespolizei

OLDENBURG | Die Bundespolizei hat im Hauptbahnhof Oldenburg das Zugpersonal eines Intercitys bei der Durchsetzung des Hausrechts unterstützt.

Rund 85 Fußballfans des SV Werder Bremen befanden sich am Freitagabend auf dem Rückweg vom Heimspiel ihres Vereins gegen den FC Erzgebirge Aue. Während der Zugfahrt hätten die Angetrunkenen weiter Alkohol konsumiert und sich geweigert, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch sei die Gruppe überwiegend aggressiv aufgetreten, eine Fahrscheinkontrolle sei nicht möglich gewesen. Wie die Bundespolizei mitteilte, schloss die Zugbegleiterin die Fußballanhänger aufgrund ihres Verhaltens am Oldenburger Hauptbahnhof von der Weiter­fahrt aus.

Laut einem Polizeisprecher schlugen mehrere Fans beim Eintreffen der ersten Beamten wütend und hitzig gegen die Scheiben der Reisezugwagen. Weitere Einsatzkräfte der umliegenden Polizeiinspektionen wurden zur Unterstützung herangezogen.

Eher zögerlich verließen die Fußballanhänger den Zug und liefen größtenteils in Richtung Innenstadt. Erst nach rund 45 Minuten konnten die übrigen Reisenden des Zuges die Fahrt fortsetzen.


Quelle: EVN