„Züge statt Flüge!“ – Protestaktion fordert Ampelkoalition zu mehr Klimaschutz auf

Protestaktion an der SPD-Bundeszentrale in Berlin | Foto: Robin Wood

BERLIN | Mehrere Organisationen haben am Samstag gemeinsam vor und an der SPD-Bundeszentrale in Berlin eine Protestaktion für mehr Klimaschutz veranstaltet.

An der Kundgebung vor dem Willy-Brandt-Haus nahmen neben Attac Deutschland und Robin Wood auch Junges Attac und der BUND-Jugend teil. Die Protestierenden forderten den sozial-ökologischen Ausbau des Bahnverkehrs und das sofortige Aus für Ultrakurzstreckenflüge.

Nach Ansicht von Junges Attac sei der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP „eine Katastrophe“ für den Klimaschutz im Verkehrsbereich. „Angesichts der Klimakrise sind eine deutliche Verringerung des Flugverkehrs und ein Ausbau der Flächenbahn unumgänglich“, sagte Aktivistin Milena van de Sand. Protestbanner und Sprühkreide sollten die SPD an ihre Verantwortung „für eine zügige Mobilitätswende“ erinnern, hieß es von den Organisationen.

Überreicht wurde im Rahmen der Aktion eine Petition unter dem Motto „Züge statt Flüge“ mit mehr als 70.000 Unterschriften. Gefordert wird darin ein Verbot aller Kurzstreckenflüge, deren Ziele innerhalb von vier Stunden mit dem ICE erreichbar seien. Allein dadurch ließen sich laut den Aktivisten bis zu 1,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Nun müssten Taten statt Worte folgen – leere Versprechen brächten nichts, sagte Constantin Kuhn vom Bundesvorstand BUND-Jugend.


Quelle: EVN