Britische Reisebranche kritisiert schärfere Einreiseregeln

Eurostar-Zug für den internationalen Fernverkehr zwischen London und Paris | Foto: Imago / Pro Shots

LONDON | Mit scharfer Kritik hat die britische Reisebranche auf die erneute Verschärfung von Einreiseregeln reagiert.

„Die öffentliche Sicherheit hat Priorität, aber Unternehmen werden pleite gehen sowie Reisende stranden und Lebensgrundlagen werden durch das Fehlen einheitlicher Pläne der Regierung zerstört“, sagte der Chef des Branchenverbands Business Travel Association, Clive Wratten, wie die BBC am Sonntag berichtete. Zuvor hatte die Regierung angekündigt, dass von diesem Dienstag an alle international Reisenden über 12 Jahre frühestens 48 Stunden vor ihrer Abfahrt ins Vereinigte Königreich einen Corona-Test machen müssen.

Gesundheitsminister Sajid Javid begründete den Schritt mit der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Zuletzt seien immer mehr Infektionen in Zusammenhang mit Reisen festgestellt worden, sagte er. Im Vereinigten Königreich stieg die Anzahl der bestätigten Omikron-Fälle nach Angaben vom Sonntag um 50 Prozent auf 246.

Der Branchenverband Airlines UK kritisierte, die Regierung handle überstürzt, bevor ausreichend Daten zu Omikron vorliegen. „Aus Erfahrung wissen wir, dass pauschale Restrik­tionen Varianten nicht aufhalten“, teilte der Verband mit. Die Regierung habe zum zweiten Mal innerhalb einer Woche die Einreiseregeln geändert. „Es ist für alle unmöglich zu planen.“ Seit kurzem müssen alle international Einreisenden unabhängig von ihrem Impfstatus nach Ankunft in Isolation, bis sie einen negativen PCR-Test vorlegen können.


Quelle: EVN / dpa