Allianz pro Schiene: Neuer Bundesverkehrsminister beginnt mit enormem Zeitdruck

FDP-Politiker Volker Wissing übernimmt das Verkehrsressort in der neuen Bundesregierung | Foto: Imago / Fotostand

BERLIN | Der Branchenverband Allianz pro Schiene wünscht dem neuen Bundes­verkehrs­minister Volker Wissing (FDP) einen guten Start ins neue Amt, wies aber auch daraufhin, dass die Stärkung der Schiene „keinen Aufschub“ dulde.

Wie Schienenallianz-Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch betonte, müsse Wissing als neuer Bundesverkehrsminister sofort mehrere Aufgaben parallel angehen: „Erstens muss er so rasch wie möglich den Masterplan Schienenverkehr mit seinen über 100 Einzelmaßnahmen zur Stärkung der klimafreundlichen Schiene umsetzen, zweitens die Reform für eine Gemeinwohl­orientierung des Eisenbahnnetzes anpacken und drittens den im Koalitionsvertrag angelegten Wandel hin zu einer verkehrsträgerübergreifenden Verkehrspolitik einleiten“, so Flege.

Bei allen drei Aufgaben gebe es keine lange Einarbeitungszeit, machte die Schienenallianz deutlich. Die Branche stehe laut Flege aber bereit, den neuen Verkehrsminister zu unter­stützen.

Auch die Deutsche Schienenhilfe, die sich nach eigenen Angaben für einen leisen und sicheren Schienengüterverkehr einsetzt, teilte mit: „Ein liberaler Macher, der ein grünes Programm umsetzen muss – das ist die optimale Kombination nach dem Totalausfall Andreas Scheuer“, sagte Sprecher Jochen Zenthöfer. Wissing habe verstanden, „dass er seine beiden Zuständig­keits­bereiche Digitales und Verkehr zusammenbringen kann. Er muss mit digitalen Lösungen den Schienengüterverkehr sicherer, besser und leiser machen.“ Der Koalitionsvertrag gebe hier die Richtung vor.


Quelle: EVN