Raumordnungsverfahren für neues Nürnberger ICE-Werk soll Anfang 2022 beginnen

Triebzug vom Typ ICE 4 in einem Instandhaltungswerk (Archiv) | Foto: DB AG / Dominic Dupont

NÜRNBERG | Die Deutsche Bahn will Ende Januar die Antrags­unterlagen für das im Raum Nürnberg geplante ICE-Werk bei der Regierung von Mittel­franken einreichen. Anschließend soll das Raumordnungs­verfahren beginnen.

In den vergangenen Wochen habe es bereits in einem intensiven Bürger­dialog zahlreiche Gespräche mit Anwohnern gegeben. Dabei seien auch interessante Ideen für Verbesserungen ins Spiel gebracht worden, sagte der Projektleiter für das neue Instand­haltungs­werk, Carsten Burmeister. „Zahlreiche Menschen aus der Region haben uns in persönlichen Gesprächen ihre Anliegen geschildert. Gerade die Tests der ICE-Hupen lösen Sorgen aus“, erklärte Burmeister. Er versprach, dass man dafür gemeinsam „eine verlässliche Lösung“ finden werde.

Ziel sei es, „eine anwohnerfreundliche Planung unter Berücksichtigung der verschiedenen Schutzgüter“ zu realisieren. An allen drei Standorten wolle die Bahn „möglichst viel Abstand zur Wohnbebauung einhalten und gleichzeitig auch die Auswirkungen auf Flora und Fauna verringern“, führte der Projektleiter aus.


Im Raum­ordnungs­verfahren wird die Regierung von Mittelfranken die möglichen Standorte auf Raumverträglichkeit prüfen. Voraussichtlich im März 2022 sollen die Unterlagen für die Öffentlichkeit offengelegt werden.

Die Bahn benötigt das neue Instand­haltungs­werk für den Ausbau ihrer Fernverkehrs­flotte. Laut den Plänen der Bahn sollen dort ab 2028 ICE-Züge gewartet, gereinigt und repariert werden. Die Investitionen belaufen sich nach Unternehmens­angaben auf rund 400 Millionen Euro; mehr als 450 neue Arbeits­plätze sollen entstehen.


Quelle: EVN