Bahn modernisiert Stellwerkstechnik zwischen Lübeck und Neustadt in Holstein

Fahrdienstleiter in einem ESTW (Symbolbild) | Foto: EVN

RATEKAU | Die Deutsche Bahn erneuert die Stellwerkstechnik zwischen Lübeck und Neustadt im Kreis Ostholstein.

Der Umbau werde rund zehn Millionen Euro kosten und solle dafür sorgen, dass der Zugverkehr auf dem rund 30 Kilometer langen Streckenabschnitt während des Baus der Schienenanbindung für den geplanten Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark so lange wie möglich aufrechterhalten werden kann, sagte die Projektleiterin der Deutschen Bahn, Jutta Heine-Seela, am Freitag.

Dazu werde ein elektronisches Baustellen-Stellwerk in Timmendorfer Strand errichtet, über das der Zugverkehr auf der Strecke Lübeck – Neustadt gesteuert werde, sagte sie. Nach Fertigstellung der kompletten Schienenanbindung soll ein elektronisches Stellwerk in Lübeck diese Aufgabe für die gesamte knapp 89 Kilometer lange Strecke übernehmen.

Insgesamt werden nach Angaben der Bahn 33 Signale und neun Weichen-Antriebe erneuert. Auch vier Bahnübergänge müssen an die neue Technik angeschlossen werden. Reisende müssen deshalb an zwei Wochenenden im März kommenden Jahres (5./6. sowie 12./13. März 2022) mit Sperrungen rechnen. Eine weitere Sperrung ist nach Angaben der Bahn für Anfang September 2022 geplant, wenn die Umstellung von der alten auf die neue Technik erfolgen wird.


Quelle: EVN / dpa