Verkehrsministerkonferenz: ÖPNV-Rettungsschirm muss fortgeführt werden

Die Verkehrsunternehmen erleiden Einnahmeverluste durch die Corona-Krise | Foto: Imago / Sabine Gudath

BREMEN | Angesichts des pandemiebedingten Rückgangs der Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist aus Sicht der Länderverkehrsminister die Fortsetzung der Bund- Länder-Hilfen für die Verkehrsbetriebe unumgänglich.

„Wir erleben gerade die vierte Welle und hatten gehofft, dass wir eigentlich Corona bald hinter uns haben und die Fahrgastzahlen wieder steigen. Das genaue Gegenteil ist eingetroffen“, beschrieb die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Bremens Senatorin Maike Schaefer (Grüne), am Freitag nach einer Video-Tagung der Ministerrunde die Ausgangslage.

Die Fahrgastzahlen im gesamten ÖPNV gingen in der Pandemie unter anderem durch Homeoffice-Regelungen, weniger Freizeitangebote und einer verstärkten Nutzung von Pkw und Fahrrad zurück und damit auch die Fahrgeldeinnahmen. „Länder, Kreise und Gemeinden können das nicht alleine stemmen“, sagte Schaefer. Sie begrüße daher das klare Bekenntnis des Bundes, den gemeinsamen Rettungsschirm des Bundes und der Länder auch im kommenden Jahr zu verlängern, betonte die Grünen-Politikerin mit Blick auf den Ampel-Koalitionsvertrag.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) rechnet nach früheren Angaben mit finanziellen Schäden infolge der Corona-Krise für das laufende Jahr von etwa 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro.


Quelle: EVN / dpa