Fahrplanwechsel in Bayern – große Umstellung im Allgäu

Reisende am Münchner Hauptbahnhof (Archiv) | Foto: DB AG / Christian Bedeschinski

MÜNCHEN | Der Fahrplanwechsel im bayerischen Bahnverkehr wirft vor allem im Allgäu einiges durcheinander. Insgesamt werden die Züge im Freistaat elektrischer, doch so mancher Fahrgast muss jetzt öfter umsteigen.

In der Nacht zum Sonntag wird der Bahnverkehr in Bayern etwas elektrischer und ein Stück weit dichter. In vielen Regionen gibt es laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG) zusätzliche Züge und der Elektroanteil im Regionalverkehr steigt von 59 auf 61 Prozent. Auch im Fernverkehr kommen Verbindungen hinzu. Insgesamt bewertet auch der Fahrgastverband Pro Bahn den Wechsel positiv – doch nicht überall bringt er nur Vorteile.

Allgäu

Die größten Veränderungen stehen im Allgäu an. Treiber ist die Umstellung der Strecke München – Memmingen – Lindau auf elektrische Züge unter dem neuen Betreiber Go-Ahead. Weil mit der weiteren Elektrifizierung im Allgäu weniger Dieselzüge bis München fahren sollen, wird der Fahrplan hier kräftig durcheinandergerührt. Zwar gibt es damit künftig insgesamt mehr Verbindungen, doch wer aus dem Ober- und Ostallgäu nach München will, muss dann häufiger in Buchlohe umsteigen. Dass es in Zukunft nur noch drei bis vier umsteigefreie Züge aus Füssen in die Landeshauptstadt gebe, sei bitter, sagte Norbert Moy von Pro Bahn. Das schrecke Fahrgäste ab.

Mainfranken

Rund um Würzburg fahren auf vielen Strecken künftig mehr Züge. Zudem werden die bisher eingesetzten Fahrzeuge modernisiert. Unter anderem auf den Strecken Bamberg – Würzburg – Schlüchtern, Gemünden, Aschaffenburg – Würzburg – Kitzingen und Würzburg – Lauda – Osterburken gibt es zusätzliche Fahrten.

Nürnberg

Rund um Nürnberg werden diverse Taktlücken geschlossen, insbesondere bei noch dieselbetriebenen Linien. Unter anderem gibt es bei den Verbindungen Roth – Hilpoltstein und Wicklesgreuth – Windsbach künftig einen Stundentakt bis 23.00 Uhr. Werktags ab 5.00, samstags ab 6.00 und sonn- und feiertags ab 7.00 Uhr. Auch auf den Linien Nürnberg – Markt Erlbach, Nürnberg – Neuhaus, Nürnberg – Simmelsdorf-Hüttenbach und Steinach – Neustadt gibt es zusätzliche Züge.

Fernverkehr

Laut Bahn gibt es wieder eine Nachtzugverbindung Wien – München – Paris. Die Reisezeit zwischen München und Zürich verkürzt sich bei vielen Verbindungen um 30 Minuten. Zudem gibt es zusätzliche schnelle Verbindungen zwischen München und Berlin sowie Düsseldorf.


Quelle: EVN / dpa