Mit dem Nachtzug durch Europa – Angebote zwischen den Ländern sollen ausgebaut werden

Schlafwagen des schwedischen Zugbetreibers Snälltaget | Foto: Snälltaget

BERLIN | Die neue Außen­ministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat während ihrer Antritts­besuche die Strecke zwischen Paris und Brüssel mit dem Zug zurück­gelegt, künftig kann sie beide Städte von Berlin aus auch direkt über Nacht erreichen.

Im Dezember 2023 will die Bahn die neuen Nachtzuglinien Berlin–Brüssel und Berlin–Paris in Betrieb nehmen. Bereits diesen Montag starten die neuen Linien Wien–München–Paris und Zürich–Köln–Amsterdam – allerdings in Kooperation mit anderen europäischen Bahnen. Federführend ist hier die Österreichische Bundesbahn (ÖBB). Aber neben den großen Bahnunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich gibt es auch kleinere Betreiber, wie RDC Deutschland oder Snälltaget aus Schweden, die ebenfalls eigene Nachtzug­linien bedienen.


Seit Ende 2016 hat die Deutsche Bahn keine eigenen Nachtzüge mehr auf dem Schienen­netz, nachdem das Angebot jahrelang als unprofitabel galt und zurückgedrängt wurde. Plötzlich ist das Thema aber wieder en vogue, was wohl auch an der Klima-Diskussion liegen dürfte. Erst am Freitag war bekannt geworden, dass die EU-Kommission die Bahn gegenüber dem Flugverkehr massiv stärken will.

Im Entwurf eines Aktionsplans, den die Kommission voraussichtlich kommende Woche vorstellen wird, heißt es, dass Reisen unter 500 Kilometer bis 2030 vollständig CO2-neutral werden sollen – was wohl das Aus für konventionelle Kurzstreckenflüge bedeuten würde.


Quelle: EVN / dts Nachrichtenagentur