Kritik an geplantem Stellenabbau bei Alstom – Grüne: „Sind auf starke Bahnindustrie angewiesen“

Produktionshalle von Alstom in Bautzen | Foto: Imago / Rainer Weisflog

DRESDEN | Die Grünen im sächsischen Landtag kritisieren die geplanten Stellen­streichungen beim Zugbauer Alstom.

Wie der verkehrspolitische Sprecher Gerhard Liebscher am Sonntag erklärte, setze diese Entscheidung ein völlig falsches Signal. „Um die Mobilitätswende im Land voranzubringen, sind wir auf eine starke Bahnindustrie angewiesen.“ Statt Jobbau solle der Konzern auf Innovation und Qualifikation setzen. Die Politik müsse „durch klare Investitionsaussichten“ ihren Anteil beitragen.


Am Freitag war bekannt geworden, dass der französische Zug- und Bahntechnikhersteller Alstom an mehreren deutschen Standorten Stellen abbauen will. Betroffen seien unter anderem die Werke im sächsischen Görlitz und Bautzen sowie die Fabrik im niedersächsischen Salzgitter, aber auch weitere Niederlassungen. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete, dass nach Informationen aus Branchenkreisen bis zu 1.200 Jobs wegfallen sollen. Gleichzeitig wolle der Konzern aber in neue Bereiche investieren.


Quelle: EVN / dpa