EVG-Mitglieder streiken bei Vlexx in Mainz – Beeinträchtigungen bleiben aber aus

Ein Zug des Bahnunternehmens Vlexx | Foto: Vlexx

MAINZ | Nach Angaben des privaten Bahnbetreibers Vlexx habe der Warnstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Montag in der Mainzer Werkstatt zu keinen Beeinträchtigungen geführt.

An dem 24-stündigen Streik, der erst am späten Sonntagabend angekündigt wurde, hätten sich zunächst nur wenige Mitarbeitende beteiligt, teilte Vlexx am Montag mit. Zu Zugausfällen oder sonstigen Einschränkungen sei es demnach nicht gekommen, hieß es.

Laut Vlexx habe man der EVG zuletzt im Mai ein verbessertes Angebot vorgelegt. Dieses sei jedoch „ohne ernste Bemühungen eine Einigung zu erzielen abgelehnt“ worden. „Seitdem war die EVG trotz weiterer Gesprächsangebote nicht bereit, an den Verhandlungstisch zurück­zukehren“, schreibt der private Bahnbetreiber in seiner Mitteilung. Vlexx habe seinen Mitarbeitenden auch ohne Abschluss des Tarifvertrages eine Corona-Prämie ausgezahlt.

Die EVG verlangt für die Beschäftigten unter anderem 7,6 Prozent mehr Geld, „um Anschluss an die Lohnentwicklung in der Branche halten zu können“. Zu den Forderungen gehört außerdem ein Wahlmodell, mit dem die Mitarbeitenden selbst entscheiden können, ob sie mehr Lohn, mehr Urlaub oder eine Arbeitszeitverkürzung erhalten wollen.


Quelle: EVN