Hermann will Klarheit über Kosten­steigerungen bei Stuttgart 21

Visualisierung des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs, der 2025 in Betrieb gehen soll | Foto: plan b

STUTTGART | Der baden-württem­bergische Verkehrs­minister Winfried Hermann (Grüne) will Klar­heit über mögliche Kosten­steigerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21.

Hermann sagte vor dem Hintergrund einer Sonderprüfung bei dem Projekt am Donnerstag in Stuttgart, auch auf Anfragen im Lenkungskreis zu S21 habe das Management stets betont, es gebe nach aktuellen Erkenntnissen keinen Grund anzunehmen, dass der vorgesehene Kosten­rahmen von 8,2 Milliarden Euro nicht ausreiche. Die Berichte und aktuelle Entwick­lungen von Baupreisen ließen jedoch erhebliche Kostensteigerungen vermuten.

Hermann sagte: „Ich bin gespannt, wie die neuen Zahlen für S21 lauten.“ Bund und Bahn müssten sich endlich der Finanzierung des Defizits stellen, anstatt zu erwarten, dass das Land seine freiwillige Zuwendung von 930 Millionen Euro weiter erhöhe.


Am Mittwoch verlautete aus dem Umfeld des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn, dass die Lage beim Bauprojekt Stuttgart 21 kritisch sei. Wegen stark steigender Baukosten und technischer Schwierigkeiten laufe eine Sonderprüfung, deren Ergebnisse im Januar erwartet werden. Zu den zuletzt erwarteten Kosten von 8,2 Milliarden Euro könnten im schlechtesten Fall bis zu 500 Millionen Euro hinzukommen, hieß es.

Über die Jahre hatte es für den Bau des unterirdischen Durchgangsbahnhofs und der Verbindung nach Ulm mehrfach Kostensteigerungen gegeben. Das Gesamtprojekt soll 2025 in Betrieb gehen.


Quelle: EVN / dpa