Nach Zugentgleisung in Berlin: S1 fährt nur eingleisig – Betrieb bleibt gestört

Zug der Berliner S-Bahn am Bahnhof Friedrichstraße (Archiv) | Foto: EVN

BERLIN | Bei der Berliner S-Bahn kommt es seit diesem Donnerstag auf den Nord-Süd-Linien zu erheblichen Problemen. Grund dafür ist die Entgleisung eines Zuges. Auch wenn der S-Bahn-Verkehr mittlerweile wieder eingleisig möglich ist, bleibt es bei starken Einschränkungen.

  Aktualisiert: 16. Dezember 2021, 21.19 Uhr  

Nach der Entgleisung einer S-Bahn der Linie S2 am Bahnhof Friedrichstraße kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr der Bundeshauptstadt. Der Unfall hatte sich bereits um kurz nach Mitternacht ereignet. Dabei sprang ein Drehgestell des Zuges aus dem Gleis. Verletzte gab es nicht. Laut Bundes­polizei hätten sich etwa 30 Fahrgäste in der Bahn befunden. Die Ursache für den Vorfall ist noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen lägen aber keine Hinweise auf eine Einwirkung durch Dritte vor.

Eines der beiden Gleise im Bahnhof ist seit dem frühen Abend wieder frei. Dort verkehrt  bislang allerdings nur die Linie S1 im 20-Minuten-Takt zwischen den Stationen Potsdamer Platz und Nordbahnhof – ohne Halt am Bahnhof Friedrichstraße. Für die drei anderen Linien S2, S25 und S26 bleibt dieser Streckenabschnitt weiter vollständig gesperrt. Es gibt Bus-Ersatzverkehr sowie Verspätungen und Zugausfälle. Wer kann, sollte den Bereich nach Empfehlung der Bahn weiträumig umfahren – entweder mit der U-Bahn oder der Ringbahn. Dieser Zustand werde noch bis mindestens zum Betriebsbeginn am Samstagmorgen bestehen bleiben, hieß es von Seiten der Bahn.

Der entgleiste S-Bahn-Triebwagen sei mittlerweile wieder aufs Gleis gebracht worden, sagte ein Bahnsprecher. Nach der Freigabe der Strecke durch die Behörden könne mit der Reparatur an der Infrastruktur begonnen werden, etwa an der beschädigten Stromschiene. Das genaue Ausmaß der Schäden werde noch untersucht. Die Bundespolizei bittet unterdessen mögliche Zeugen, die den Vorfall am Bahnsteig beobachten konnten oder im Zug waren, sich zu melden.


Quelle: EVN