Neues Tarifprojekt soll ÖPNV zwischen Isar und Donau erleichtern

Ein Agilis-Zug im Ingolstädter Hauptbahnhof | Foto: EVN

MÜNCHEN | In einem neuen Modell­projekt soll das Interesse von Fahr­gästen an einem verbund­übergrei­fenden elektronischen Tarif zwischen München, Regens­burg und Ingol­stadt getestet werden.

„Mit dem Projekt zum elektronischen Tarif über Verbundgrenzen hinweg machen wir es den Bürgerinnen und Bürgern besonders einfach, Bus und Bahn zu nutzen“, sagte Verkehrs­ministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Donnerstag in München. Der Freistaat unterstütze das Projekt „eTarif in der Modellregion Donau-Isar“ mit rund 500.000 Euro.

An dem Projekt beteiligen sich der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), der Verkehrs­verbund Großraum Ingolstadt (VGI) und der Regensburger Verkehrsverbund (RVV) zusammen mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio, Agilis, Bayerische Regiobahn und Länder­bahn. „Gemeinsam machen wir den öffentlichen Personennahverkehr für alle Fahrgäste in Bayern moderner und attraktiver“, sagte Schreyer.

Pilotkundinnen und -kunden können den neuen Tarifansatz im kommenden Jahr verbund­übergreifend testen. Sie können etwa per App im MVV einchecken, losfahren und im RVV wieder aussteigen, ohne sich vorab mit den Tarifen und Tickets befassen zu müssen. Der richtige Fahrpreis werde nach der Fahrt automatisch berechnet. Bei dem Projekt stünden vor allem die Fahrgäste und ihre Nutzungserfahrungen im Vordergrund. Auch die Akzeptanz des neuen Tarifansatzes soll evaluiert werden.


Quelle: EVN / dpa