Güterbahnen kritisieren häufige Störungen und schlechte Baustellenplanung im Schienennetz

Baustelle im Netz der Deutschen Bahn | Foto: iStock

BERLIN | Die Wettbewerbsbahnen im Güterverkehr kritisieren erneut die „massiven und häufig unkalkulierbaren Behinderungen durch Baustellen“ im Schienennetz der Deutschen Bahn.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen und entlang der Rheintalbahn komme es derzeit zu einer Häufung von Problemen, teilte das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) am Donnerstag mit. Seit etwa vier Wochen werde vor allem der Schienengüterverkehr durch „schlecht koordinierte Baustellen“ und Verbindungen „mit vielen Störungen an Weichen oder Signalen und durch fehlendes Personal für Ersatzfahrpläne deutlich mehr als üblich behindert“, schreibt der Verband.

Das müsse aufhören, forderte NEE-Chef Ludolf Kerkeling und fügte hinzu: „Der Eisenbahn­verkehr ist von allen Verkehrsmitteln am stärksten auf eine uneingeschränkt funktionsfähige Infrastruktur angewiesen, sonst bricht die aufwändige Planung aller Beteiligten in sich zusammen.“

Kerkeling kritisierte außerdem, dass der zuständige Netzvorstand der Deutschen Bahn seit Wochen nicht auf Anfragen reagiere. Nach Auffassung des NEE-Chefs hätten die verantwort­lichen Vorstände der DB Netz AG und des Konzerns das „chronische und wiederkehrend eskalierende Chaos“ nicht im Griff.

In der Mitteilung des Verbands kündigte Kerkeling an, die Bundesnetzagentur um die Eröffnung eines Verfahrens zu bitten. Die Regulierungsbehörde beschäftigt sich nach Angaben der Wettbewerbsbahnen bereits seit geraumer Zeit mit den negativen Auswirkungen schlecht geplanter Baustellen.


Quelle: EVN