Deutsche Bahn erhält Zuschlag für Fahrkartenvertrieb im Münchner S-Bahn- und Regionalzugnetz

Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn | Foto: EVN

MÜNCHEN | Die DB Vertrieb GmbH, eine Tochter der Deutschen Bahn, ist auch über das Jahr 2023 hinaus für den Fahr­karten­verkauf an S-Bahn- und Regional­zug-Stationen im Raum München verantwortlich.

Das Unternehmen setzte sich in einem europaweiten Vergabeverfahren durch, wie die Bayerische Eisenbahn­gesellschaft (BEG) kürzlich mitteilte. Die Zuständigkeit umfasst Fahrkarten­automaten sowie personen­bediente Verkaufsstellen im Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). Der Auftrag beinhaltet den Zeitraum von Januar 2024 bis Dezember 2033.

Die offensichtlichste Änderung für Fahrgäste wird nach Angaben der BEG der komplette Austausch der Fahrkarten­automaten an S-Bahn- und Regionalzug-Stationen im gesamten MVV-Gebiet sein. Diese seien mittlerweile in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Mit Vertragsbeginn im Januar 2024 sei DB Vertrieb verpflichtet, über 450 neue Automaten und über 750 neue Fahrkartenentwerter aufzustellen und zu betreuen. Elf weitere Video-Automaten sollen zudem neu hinzukommen.

Laut dem Sprecher der BEG-Geschäftsführung, Thomas Prechtl, sei der Vertrieb hier zum ersten Mal getrennt vom Eisenbahnbetrieb eines Netzes ausgeschrieben worden. „Unser Ziel ist es, den Wettbewerb auch im Vertrieb anzufachen, um Qualität und Effizienz dieser Dienstleistungen zu verbessern und so die Zufriedenheit der Kunden zu steigern“, so Prechtl.

Das Serviceniveau soll durch offene und verdeckte Tests kontrolliert werden. Überprüft würden dabei zum Beispiel die Funktionsfähigkeit und die Sauberkeit der Fahrkarten­automaten sowie die Qualität der Auskünfte des Vertriebs­personals in den Kundenzentren. 


Quelle: EVN