Neubaustrecke Wendlingen–Ulm: Züge sollen anfänglich teils langsamer fahren

Testzug auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke | Foto: DB AG / Frank Kniestedt

STUTTGART | Der Bahnverkehr auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ulm und Wendlingen wird nach der Inbetriebnahme im Dezember 2022 zunächst etwas ausgebremst.

Während Züge die Strecke von Wendlingen in Richtung Ulm nach der Eröffnung vollständig mit Tempo 250 befahren können, werden sie in der Gegenrichtung laut Bahn anfänglich zum Teil mit einer geringeren Geschwindigkeit von höchstens 160 km/h unterwegs sein. Das meldete am Montag die Deutsche Presse-Agentur. Zuvor hatten die Stuttgarter Nachrichten darüber berichtet.

Betroffen ist ein etwa 20 Kilometer langer Abschnitt zwischen Merklingen-Widderstall und Nabern. Wie die Bahn weiter mitteilte, ist der Grund für die reduzierte Geschwindigkeit auf dem Abschnitt eines Gleises zu wenig Zeit für die sogenannten Hochtastfahrten für Tempo 250. Dabei handelt es sich um ein Versuchsprogramm, bei dem ein Testzug auf der Strecke pendelt und von Fahrt zu Fahrt die Höchstgeschwindigkeit steigert.


Die Bahn betonte, die Fahrzeiten in beiden Richtungen würden sich jedoch nur geringfügig unterscheiden, weil es vorgeschriebene Zeitfenster aufgrund der eingleisigen Anbindung bei Wendlingen und der Einfädelung auf die Filstalbahn gebe.

Von derzeit noch einer knappen Stunde soll die Fahrzeit nach Öffnung der Neubaustrecke auf 45 Minuten sinken. Nach der für 2025 angepeilten Inbetriebnahme von Stuttgart 21, der Verbindung des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit dem Landesflughafen und der ICE-Strecke soll sich die Fahrzeit der Bahn zufolge auf 30 Minuten verkürzen.


Quelle: EVN / dpa