Polizei stellt Jugendliche nach Bewurf eines Güterzuges

Bundespolizisten im Gleisbereich (Symbolbild) | Foto: Bundespolizei

MÜNCHEN | Im Bereich Karlsfeld/Dachau nördlich von München sind vier Jugendliche von Polizeikräften aufgegriffen worden, nachdem sie Steine auf Schienen gelegt und einen Güterzug beworfen hatten.

Am Sonntagnachmittag hatte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei über sogenannte „Steineaufleger“ informiert. Wenig später meldete ein Lokführer den Bewurf seines Güterzuges. Eingesetzte Kräfte der Landes- und Bundespolizei konnten kurz darauf in Tatortnähe vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren aufgreifen.

Die Vier, die alle im Münchner Norden wohnen, gaben die Taten zu und wurden von der Bundespolizei ihren jeweiligen Erziehungsberechtigten zugeführt, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Die Verursacher erwartet nun eine Ordnungs­widrig­keiten­anzeige wegen Verstoßes gegen die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO).

Laut der Bundespolizei waren am Güterzug keine Beschädigungen entstanden; es musste auch keine Schnellbremsung eingeleitet werden. Allerdings kam es durch den Vorfall zu einer rund halbstündigen Streckensperrung im Bahnverkehr.

Nach Angaben des Bundes­polizei­sprechers werden die vier Jugendlichen zu einem Präventions­gespräch geladen, wo sie über Gefahren des Bahnbetriebs aufgeklärt werden.


Quelle: EVN