Bund und Länder: Keine Reisebeschränkungen – aber deutliche Kontaktreduzierung

Reisende am Berliner Hauptbahnhof | Foto: DB AG / Volker Emersleben

BERLIN | Die neuen Corona-Maßnahmen, die am Dienstag im Rahmen der Minister­präsidenten­konferenz beschlossen wurden, beinhalten keine inlän­dischen Reise­beschrän­kungen. Menschen sollten jedoch ihre Kontakte deutlich einschränken.

Jeder müsse für sich selbst entscheiden, ob er oder sie in der jetzigen Lage verreisen wolle, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing am Mittwoch in der ARD. „Die Messlatte heißt natürlich Kontakte, die man vermeiden kann, sollte man vermeiden.“ Es komme jetzt auf die „Eigenverantwortung“ jedes Einzelnen an, betonte der FDP-Politiker.

Private Zusammenkünfte werden künftig auf maximal zehn Personen beschränkt, Kinder unter 14 Jahren sind nicht eingerechnet. Clubs und Diskotheken werden geschlossen, Fußballspiele dürfen nicht mehr mit Publikum stattfinden. Es sei jetzt nicht mehr die Zeit für Partys, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag. Die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz und in Bus und Bahn bleibt bestehen.

Die Deutsche Bahn rechnet rund um die Weihnachtsfeiertage mit einem erhöhten Reise­auf­kommen. Die Buchungszahlen lägen über denen des Vorjahres, aber immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Auf stark nachgefragten Verbindungen wie unter anderem Berlin – Stuttgart, Berlin – München oder Düsseldorf / Köln – Berlin setzt die Bahn bis zum 2. Januar Sonderzüge ein.


Quelle: EVN