TÜV Rheinland untersucht Potenzial von Photovoltaik-Anwendungen im Schieneninfrastrukturbereich

Photovoltaik-Anlage neben einer Bahnstrecke | Foto: Shutterstock / Raluca Grigore

KÖLN | Der TÜV Rheinland untersucht im Auftrag des Deutschen Zentrums für Schienen­verkehrs­forschung (DZSF) das Potenzial von Photo­voltaik-Anwen­dungen im Bereich der Schienen­infrastruktur.

Im Rahmen des 14-monatigen Projekts soll die Möglichkeit geprüft werden, Bahnstrom über Photovoltaik-Anlagen im direkten Bahnumfeld zu gewinnen. Der TÜV nennt beispielsweise Photovoltaik-Module, die fahrwegintegrierend im Gleisbereich oder an Lärmschutzwänden angebracht werden könnten. Die besondere Herausforderung im Vergleich zu konventionellen Systemen bestehe hier in der technischen Anforderung, den gewonnenen Strom direkt dem einphasigen 15-Kilovolt-Oberleitungsnetz zuzuführen.

„Wenn es gelingt, entlang des weitverzweigten Bahnstromnetzes Energie zu gewinnen und direkt einzuspeisen, dadurch vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen und Energieverluste durch mehrmalige Umwandlung und Transport zu vermindern, könnte der Verkehrsträger Schiene seine Treibhausgas-Bilanz weiter verbessern“, erklärte Jürgen van der Weem, Bahntechnik­experte bei TÜV Rheinland.


Quelle: EVN