Studie empfiehlt Einführung von 1.-Klasse-Bereich im Berliner ÖPNV

Straßenbahn der Berliner Verkehrsbetriebe (Archiv) | Foto: Imago / Shotshop

BERLIN | Eine Studie empfiehlt die Einführung einer Art Luxus-Klasse im Berliner Nahverkehr, um so zusätzliche Fahrgäste zu gewinnen und gleichzeitig einen Preis­vorteil für die Normalklasse zu ermöglichen.

Die Studie die unter Federführung der Boston Consulting Group und der Uni St. Gallen im Auftrag des Weltwirtschaftsforums durchgeführt wurde, untersuchte die Nahverkehrssysteme von Chicago, Peking und Berlin.

Wie die Autoren schreiben, wohnen in den weniger dicht besiedelten Vierteln Berlins statistisch gesehen meist die Besserverdienenden. Diese haben zugleich aber auch eine schlechtere ÖPNV-Anbindung, weshalb sie eher das eigene Auto nutzen. Die Empfehlung lautet: ÖPNV-Angebote sollten durchaus auch eine Form von 1.-Klasse-Status enthalten. Premiumtickets könnten demnach bis zu drei oder viel Mal so teuer sein, im Gegenzug könnten dann die Preise für die Normalkunden um ein Fünftel sinken.

Dieser teurere Preis für die besseren Plätze etwa müsste dann Netzzugang für ein mobiles Arbeiten garantieren, eine Sitzplatzgarantie und mehr Sitzplatzluxus. Die Empfehlungen entstanden laut Studie nicht einfach aus einer Art Ideenpool sondern sollen ebenfalls getestet und auf ihre Möglichkeiten abgeklopft worden sein, so die Studienautoren. Zuvor hatte der RBB darüber berichtet.


Quelle: EVN