Eisenbahn­gewerkschaft fordert pandemie­bedingte Notfall­fahr­pläne für den Regional­verkehr

Lokführer im Führerstand eines Regionalzuges | Foto: DB AG / Pablo Castagnola

BERLIN | Die erwartete Omikron-Welle könnte neben dem Gesund­heits­sektor auch andere wichtige Bereiche der öffentlichen Infrastruktur beeinträchtigen. Die Eisenbahn- und Verkehrs­gewerkschaft (EVG) fordert daher entsprechende Vorkehrungen.

„Der ÖPNV, insbesondere die Deutsche Bahn, braucht angesichts der bevorstehenden Corona Infektionen einen Notfallfahrplan“, sagte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Martin Burkert dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es gehe darum, die Beschäftigten zu schützen und die Mobilität aufrechtzuerhalten. „Man muss jetzt beim Personal haushalten und Ressourcen sparen, damit es nicht zum Zwang der Notfallpläne wegen Krankheit und Quarantäne kommt“, betonte er. „Gleichzeitig begrüßen wir als EVG die Impfkampagne der Deutschen Bahn für Beschäftigte und Angehörige“, fügte der Gewerkschafter hinzu.

Zurzeit hat die Deutsche Bahn ihre Fahrpläne bereits auf mehreren Zugstrecken in Deutsch­land wegen eines erhöhten Krankenstandes unter den Lokführern eingeschränkt. Betroffen waren davon laut Bahn-Angaben unter anderem Regionalverkehrsverbindungen in Sachsen, Baden-Württemberg, Hamburg, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur verwies die Bahn auf flächendeckende Impfungen und Tests für ihre Mitarbeiter. „Die Pandemie-Bekämpfung wird seitens der Behörden immer wieder an die aktuelle Lage angepasst – auch für den Bereich der Mobilität“, teilte ein Bahn­sprecher mit. „Wie in den letzten Monaten sind wir vorbereitet, unseren Betrieb anzupassen und auf die jeweilige Situation in enger Abstimmung mit den Experten zu reagieren.“


Quelle: EVN / dpa / dts Nachrichtenagentur